Gesundheitskarte
Wann die neue Gesundheitskarte flächendeckend in Deutschland eingeführt wird ist immer noch nicht sicher. Wenn Sie dann da ist, kann die Gesundheitskarte die Notfallmarke auf jeden Fall nicht ersetzen!
Die Gesundheitskarte muss immer mit einem Gerät ausgelesen werden. Mann kann ganz sicher davon ausgehen, dass dieses im Notfall nicht geschehen wird. Dieses erfolgt frühestens im Krankenhaus.
Im Notfall wird zuerst immer medizinische Hilfe geleistet und da ist es wichtig, dass es die richtigte Hilfe ist. Dazu dient am besten nur die Notfallmarke!
Wie bei den Notfallausweisen oder Notfallzetteln wird auch die Gesundheitskarte im Notfall von dem Rettungsteam nicht gesucht werden.
Das Rettungsteam hat nicht die Zeit, die Taschen des Patienten zu durchsuchen, um eventuell etwas zu finden. Die überwiegenden Patienten tragen keinen Notfallausweis oder so etwas ähnliches bei sich. Die Suche wäre also meistens vergeblich und die Zeit kann besser für die Versorgung des Patienten genutzt werden.
In vielen Fällen könnte man nach einer Suche aber die Gesundheitskarte finden.
Die müsste dann aber ersteinmal ausgelesen werden (Geräte?). Auch hier wird das Rettungsteam in den überwiegenden Fällen keine wichtigen Einträge finden. Also meistens nur verlorene Zeit. Deshalb wird die Gesundheitskarte im Notfall nicht gesucht werden. Die Zeit wird besser für die Versorgung des Patienten genutzt.
Im Notfall werden immer wieder so genannte Standing Orders (eintrainierte, in einer bestimmten Reihenfolge ablaufende Eisatzabläufe) durchgeführt. Zu diesen Einsatzabläufen gehört unter anderem die Pulskontrolle am Hals und Handgelenk, sowie das Anlegen eines EKG´s und eines Pulsoximeters.
Und genau hier greift die Notfallmarke. Denn genau in diesem Arbeitsfeld des Rettungsdienstes, also Handgelenk und Oberkörper, befinden sich gut platziert und gut sichtbar die Notfallmarken. Somit kann davon ausgegangen werden, dass medizinische Daten nicht übersehen, sondern sogar automatisch schnell gefunden werden.
Mit der Notfallmarke wird von den Rettungsdiensten schnell erkannt, dass ein medizinisches Handikap vorliegt und entsprechend darauf reagiert. Die unter Umständen lebensrettenden Informationen werden nicht in einer Handtasche oder Brieftasche versteckt, wo niemand nachschaut.
Hierdurch werden falsche Therapieansätze vermieden. Dafür wird wegen der Notfallmarke eine schnelle gezielte medikamentöse Therapie eingesetzt, was den Zustand des Patienten wesentlich verbessert und für ihn auch lebensrettend sein kann.
Ein weiterer großer Vorteil der Notfallmarken ist, dass mit einer Notfallmarke die Krankenakte im Miniformat immer bei sich geführt wird, auch bei den Aktivitäten, in denen es zuvor schlecht möglich
war, z. B. in der Sauna, Schwimmen, Radfahren, Joggen etc.
Grundsätzlich ist die Notrufnummer 112 auf jeder Notfallmarke vermerkt, weil es hier in der Öffentlichkeit immer wieder Unsicherheiten gibt. Auf der Vorderseite ist groß der Äskulapstab abgebildet, der sofort darauf hindeutet, dass es sich hier um eine medizinische Information handelt.
